Am Dienstag wurden wir in der Mittagszeit zu einem Gebäudebrand in die Breite Straße alarmiert. Einsatzstichwort war : Brand Mehrfamilienhaus, Mieter ruft Hilfe. Kurz nach der Alarmierung verließen wir die Wache in Richtung Einsatzort. Die Lage bestätigte sich bereits auf Anfahrt. Von weitem waren dunkle Rauchschwaden zu sehen. Umgehend ging der Angrifftrupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Der Mieter wurde kurz vor unserem Eintreffen aus dem Haus geholt und vom Rettungsdienst betreut. Da das Haus in voller Ausdehnung brannte, wurden weitere Feuerwehren alarmiert. Unterstützung kam auch aus der Gemeinde Wandlitz von der FF Lanke. Mittels der Drehleiter, wurde das Dach aufgenommen, um den Brand besser bekämpfen zu können. Parallel dazu waren 3 C-Rohre im Außenangriff im Einsatz. Die Wasserversorgung wurde über 2 Unterflurhyranten und der nahe gelegenen Fine sicher gestellt. Nach etwas mehr als 6 Stunden, konnte die Einsatzstelle der Polizei übergeben werden.

 

Eingesetzte Kräfte:

  • LZ Biesenthal -> LF 16/12, MTW, TLF 20/40, DLK 18/12, MZF
  • LG Tempelfelde -> TSF-W
  • LG Rüdnitz -> TLF 16 W50
  • LG Melchow -> LF 16/8
  • LG Grüntal -> LF 10/6
  • LG Marienwerder -> LF 10/6
  • FTZ Eberswalde -> GW-A (Gerätewagen Atemschutz)
  • FF Lanke -> TSF-W
  • Rettungsdienst -> RTW Biesenthal, NEF Eberswalde
  • Energieversorger
  • Polizei

 

 

Mann aus den Flammen gerettet

Biesenthal (MOZ) Rettungskräfte haben am Dienstag einen Mann aus einem brennenden Mehrfamilienhaus befreit. Das Haus in der Stadtmitte von Biesenthal hatte am Vormittag aus bislang unbekannter Ursache Feuer gefangen. Rund 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

Totalschaden: Vom Inventar des Mehrfamilienhauses konnte nicht mehr viel in Sicherheit gebracht werden.
Totalschaden: Vom Inventar des Mehrfamilienhauses konnte nicht mehr viel in Sicherheit gebracht werden.
© Wolfgang Rakitin
 

Dichte Rauchschwaden steigen gegen 11.30 Uhr aus dem Dach des brennenden Gebäudes in der Breiten Straßen in den Himmel auf. Die Hauptstraße in der Biesenthaler Altstadt kann nicht mehr passiert werden. Vor dem Haus, das in der Nähe der alten Stadtmühle steht, reihen sich zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen auf. Am Rande beobachten trotz der starken Rauchenwicklung Anwohner und Passanten das Geschehen.

Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken arbeiteten sich in dem brennenden Gebäude auf der Suche nach möglichen Verletzten vor. Ohne Schutzgerät wäre dies nicht möglich gewesen. Insgesamt waren acht Freiwillige Feuerwehren ausgerückt, darunter Grüntal, Marienwerder, Rüdnitz, Melchow, Danewitz, Ruhlsdorf/Sophienstädt und Lanke. Die Freiwillige Feuerwehr von Biesenthal übernahm die Einsatzleitung.

Schließlich konnte weitgehend Entwarnung gegeben werden. Heinz Goldbach von der Bernauer Polizei teilte mit, dass sich glücklicherweise nur eine Person im Haus befunden habe, als das Feuer ausgebrochen war. Der 47 Jahre alte Bewohner des Hauses hatte eine Rauchgasvergiftung erlitten und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Er war zum Zeitpunkt der Rettung aber ansprechbar.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass das Haus durch die Flammen völlig zerstört wurde. Vermutlich entstand das Feuer im vorderen Teil des Hauses. Dort befindet sich wohl die Küche.

Die Kriminalpolizei wird sich mit der Aufklärung der Brandursache befassen. Sie ermittelt in alle Richtungen.

Die rund 50 Einsatzkräfte um Einsatzleiter Rainer Strempel von der Freiwilligen Feuerwehr Biesenthal waren mehrere Stunden im Einsatz. Zum Löschen des mit Efeu bewachsenen Mehrfamilienhauses wurde auch Wasser aus der nahegelegenen Finow genutzt.

 

Quelle: MOZ