Für alle Außenstehenden sei es mir erlaubt, einmal zu schildern, was so in den letzten Monaten in der Freiwilligen Feuerwehr Biesenthal geschehen ist. Ein Ortswehrführer wird nach Anhörung der Mannschaft in seine Funktion vom Träger des Brandschutzes für 6 Jahre Amtszeit berufen. Ja o.k., man hatte es etwas „aus den Augen“  verloren im Amt, ich war dann wohl fast 8 Jahre Ortswehrführer. Nun wurde dies aber nachgeholt und es erfolgte im Januar im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung eine Anhörung zur Bestellung des Ortswehrführers. Ganz kurzfristig meldete sich der amtierende stellvertretende Amtswehrführer Thomas Brodde neben mir als weiterer Bewerber für das Amt an. Das sorgte schon für etwas Verwunderung.  Gleich zu Beginn unterband der Amtswehrführer eine angeforderte Abstimmung. Dies gebe es nicht.

 

In der Anhörung kam es aber auch so zu einem klaren Ergebnis für meine Person. Es gab wie da so üblich wenige Wortmeldungen aber diese sprachen sich Mehrheitlich für mich aus. Nur 3 Stimmen äußerten sich hier, dass sie mit Thomas Brodde arbeiten wollen. Für alle Anwesenden ein klares Ergebnis. Gäste waren der Bürgermeister und der Amtsdirektor. Die Anhörung tätigte der Amtswehrführer Wieloch. Wie erwähnt, für alle eine klare Sache, wir machen mit dem bisherigen Ortswehrführer weiter, er hat unser Vertrauen. Bei jeder anderen Anhörung in den Löschgruppen des Amtes war damit alles erledigt! Im Löschzug Biesenthal aber nicht!

 

Nach einigen Tagen lud der Amtswehrführer Wieloch beide Bewerber und die Stellvertreter zum Gespräch. Hier wurde erklärt, dass es kein eindeutiges Ergebnis der Anhörung gegeben habe!? Gleichfalls wurde ich zu ein paar Vorgängen befragt, welche nicht in Ordnung seien. Unter anderem ging es um eine geforderte Disziplinarmaßnahme gegen einen Kameraden, welche ich ablehnte. Ich hielt diese Maßnahme für überzogen. Ja o.k. und ich habe den Dienstplan nicht so wie es sich der Amtswehrführer vorstellt erarbeitet und dann nur wiederwillig Änderungen vorgenommen und andere derartige Kleinigkeiten. Keine Dienstverstöße oder anderen gravierenden Vorfälle. Hier viel mir mein Stellvertreter Herbert Blaudzun, welcher durchaus im Löschzug umstritten ist, in den Rücken. In der Anhörung hat er die Vorwürfe nicht erwähnt, er fürchtete hier wohl den Widerspruch der Mannschaft.

 

Am Ende erklärte mir Herr Wieloch, er habe sich deshalb für den Thomas Brodde als neuen Ortswehrführer entschieden. Diese Mitteilung schlug bei den Kameradinnen und Kameraden wie eine Bombe ein. Verständlich deren Protest. So kam es, dass die erste Vorlage im Amtsausschuss vertagt wurde um erst Klarheit zu den tatsächlichen Sachverhalten zu schaffen. Alle Beteiligten, auch der 2. Bewerber einigten sich darauf, noch einmal eine klare Meinungsfindung im Löschzug durchzuführen. Dazu erfolgte eine anonyme Abstimmung. Diese ging mit 14 Stimmen für Thomas Brodde und 31 für mich aus. Dieses Ergebnis wurde dem Träger des Brandschutzes und dem Amtswehrführer mitgeteilt. Da im Vorfeld bereits signalisiert wurde, wir ziehen das durch und sägen den Strempel ab, haben sich einige Kameradinnen und Kameraden öffentlich an die Ausschussmitglieder gewandt. Den Brief können Sie unter der Rubrik „Ausschussbrief 1“ in Kürze lesen. Auch die MOZ hat berichtet. Sie werden feststellen, meine Kameradinnen und Kameraden waren sehr sachlich.

 

Na klar gibt es auch immer in einer Freiwilligen Truppe Dispute. Und so blieb es nicht aus, dass eine kleine Truppe das Ansinnen des Amtswehrführers Wieloch unterstütze und gegen mich meuterte. Auch sie verfassten einen Brief an die Amtsausschussmitglieder. Allerdings war dieser mit Unterstellungen gefüllt, schmutzige Wäsche waschen nennt man dies. Ja und man täuschte wiederum die Entscheidungsträger indem man verkündete, 75% der Führungskräfte der Feuerwehr möchten nicht mehr mit mir zusammenarbeiten. Den Brief haben tatsächlich ganze 3 Führungskräfte unterschrieben und dann noch weitere 9 Leute (von den 14 Stimmen siehe Meinungsfindung), die keine Führungskräfte sind. Es sind auch keine 75% der Führungskräfte gewesen! Das war reine Manipulation der Ausschussmitglieder und schlicht die Unwahrheit. Diesen Brief können Sie unter Ausschussbrief 2 lesen.   

 

Wider besserem Wissens wurde am 29.07.2019 der Selbe Beschlussvorschlag dem Amtsausschuss vorgelegt, die Anhörung hätte zu keinem klaren Ergebnis geführt. Definitiv unwahr. Eine Abordnung der Feuerwehrkameraden war anwesend und hat noch einmal auf das Problem aufmerksam gemacht. Hier kam es sogar zu recht reger Diskussion, da ja fast alle Ausschussmitglieder neu waren und vom Sachverhalt kaum etwas wussten. Auch die Forderung nach Vertagung war im Gespräch. Am Ende setzte sich die Meinung durch, wir vertrauen den Aussagen des Amtswehrführers. Nur dumm, dieser hatte nicht die Wahrheit gesagt. Und so kam es zu meiner Abberufung als Ortswehrführer.