Schläuche angekoppelt und Knoten gebunden

Rüdnitz (mes) Für den Amtsausscheid der Feuerwehren trainierte die Kinder- und Jugendwehr Biesenthal am Wochenende auf der Feuerwehr-Wettkampfstätte in Rüdnitz.

"Wir trafen uns bereits am Freitag und radelten gemeinsam los", informierte Jugendwartin Sabine Liedel. Nachdem Zelte und Wettkampfbahn aufgebaut waren, wurde als erstes die Gruppenstafette durchgeführt. Das hieß für die Teilnehmer, die zunächst die nötige Erfahrung sammeln mussten, unter anderem: Schläuche ankoppeln, Knoten binden, Hürdenlauf und das Bedienen der Kübelspritze. Mit dem D-Schlauch galt es dann, nach Stoppuhr, Flaschen von ihrer Position zu spritzen. Zum Löschangriff wurde schließlich am nächsten Morgen nach dem Frühstück geblasen. Auch am Nachmittag wurde wieder eifrig geübt. Schließlich wollten alle Kinder und Jugendlichen für den Amtsfeuerwehrtag gut vorbereitet sein.

Besondere Überraschung nach dem abendlichen gemeinsamen Grill und Lagerfeuer war das Durchführen der Gruppenstafette in der Nacht bei völliger Dunkelheit. "Die waren schon ganz schön erstaunt", meinte Sabine Liedel. Doch, dass etwas Besonderes auf sie zukommen würde während des Trainingslagers, war allen schon klar gewesen. Auch am Sonntag wurde weiter trainiert - dieses Mal aber bereits unter wettkampfähnlichen Bedingungen. "Uns macht das hier richtig Spaß. Ein tolles Abenteuer", waren sich die insgesamt 17 Teilnehmer im Alter von 8 bis 16 Jahren einig.

 

Quelle: MOZ 14.05.2013

Gut vorbereitet: Fleißig wurde der Löschangriff während des Trainingslagers geübt© Renate Meliß

„Leitstelle Biesenthal, was kann ich für sie tun?“


So oder so ähnlich meldeten sich die „Disponenten der Leitstelle“ der „Berufsfeuerwehr Biesenthal“.

An dem Wochenende vom 21.07 – 22.07.2012 wurde das Gerätehaus in eine Feuerwache inklusive Schlafsaal, Aufenthalts- und Speiseraum sowie Leitstelle umfunktioniert. 15 Kinder und Jugendliche absolvierten einen 24-Stunden-Dienst a la Berufsfeuerwehr.

Zu Dienstbeginn gegen 10 Uhr versammelten sich alle Kinder und Jugendlichen sowie Maschinisten und Betreuer in der Fahrzeughalle. Dort wurden organisatorische Dinge besprochen und die Fahrzeugeinteilung vorgenommen. Anschließend besetzten die ersten zwei Kinder ihre „Leitstelle“. (Die „Leitstelle“ wurde im stündlichen Wechsel mit zwei Disponenten besetzt. Sie hatten die Aufgabe eingehende Anrufe abzufragen, zu beurteilen und die Alarme auszulösen.)

Nachdem die Fahrzeuge intensiv kontrolliert, und die Handhabung verschiedener Geräte besprochen wurde, richteten die Kinder und Jugendlichen ihre Schlafplätze her. Beinahe fertig ertönte der erste Alarm. Der gesamte Löschzug hatte einen Einsatz:

Wann? 10:58 Uhr Was? „Hund in Not (auf Dach)“ Wo? Altersheim Volkssolidarität

Über die Drehleiter wurde der Hund gerettet und der Besitzerin übergeben. Die Kinder und Jugendlichen hatten die Gelegenheit mit der DLK zu fahren und das Gebäude zwecks Brandschutz unter die Lupe zu nehmen.

Zum Mittag gab es Nudeln mit Tomatensoße. Nach kurzer Verdauungszeit folgte der nächste Einsatz:

Wann? 13:29 Uhr Was? „Bäume auf Straße, vermisste Person“ Wo? Danewitz

Am Einsatzort mussten zwei Bäume mit einer Handsäge zerkleinert und beiseitegeschafft werden. Vorrangig wurde natürlich die vermisste Person gesucht, und gefunden. Hierzu wurde eine Suchkette gebildet.

Im Anschluss fuhren wir zum Bürgermeister, um ihm ein Ständchen zum Geburtstag zu bringen und ihm zu gratulieren.

Nachdem wir im Gerätehaus die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt hatten, gab es Kuchen und Tee. Dann folgte eine praktische Ausbildung zum Thema „Technische Hilfeleistung“.

Natürlich folgte auch hierzu ein Einsatz:

Wann? 16:36 Uhr Was? „Brand und vermisste Personen“ Wo? Heideberg

Das Feuer wurde gelöscht und die zwei vermissten Personen gefunden und versorgt. Vor Ort wurde das Spineboard (Rettungsbrett, das bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung eingesetzt wird) den Jugendlichen vorgeführt.

Im Gerätehaus angekommen kam der Pizzaservice. Unsere selbstbelegten Pizzen wurden verputzt, und wie bei einer echten Berufsfeuerwehr klingelte auch schon wieder das Telefon.

Wann? 19:07 Uhr Was? „zwei Männer in Not – im Wasser“ Wo? Strandbad Wukensee

Nachdem die Männer mittels Hilfsmitteln gerettet wurden und die „Stabile Seitenlage“ geübt wurde, hatten die Jugendfeuerwehrkameraden die Möglichkeit mit dem Feuerwehrboot zu fahren. Anschließend plantschen Sie im noch Wukensee.

Am Abend wurde Fußball gespielt oder DVD-geschaut. Dann ertönte der Alarmton:

Wann? 21:12 Uhr Was? „Nachkontrolle Brandstelle Heideberg“ Wo? Heideberg

Eine Gruppe fuhr zum Heideberg, um die Brandstelle vom Nachmittag zu kontrollieren.

Eine dreiviertel Stunde später meldete die „Leitstelle“ den Einsatz:

Wann? 22:02 Uhr Was? Lagerfeuer Wo? Wukey-Gelände am Wukensee

Dort wurde ein Lagerfeuer mittels Becherkette in Schach gehalten und anschließend mit Eimern gelöscht. Danach sanken alle Beteiligten erschöpft in ihre Betten.

Gegen 7:30 Uhr wurden die Kinder und Jugendlichen geweckt. Nach einem reichhaltigem Frühstück und der Putzaktion des Gerätehauses folgte noch ein Einsatz:

Wann? 9:15 Uhr Was? „Ölspur“ Wo? Telekomstraße

Die Straße wurde gesperrt, die lange Ölspur abgestreut und das ausgebrachte Bindemittel aufgefegt. Das betroffene Fahrzeug transportierte „zufällig“ Eis. Da dieses zu schmelzen drohte, wurde es von der Jugendfeuerwehr mit großer Begeisterung„vernichtet“.

Am Ende des 24h- Dienstes versammelten dich alle wieder in der Fahrzeughalle um den Dienst zu beenden.

 

Ein Dank an die vielen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Biesenthal und Danewitz.

Einen besonderen Dank gilt Frau Kögler, der Leiterin des Altenpflegeheimes der Volkssolidarität, Herrn Sievers, dem Pächter des Strandbades Wukensee und den Wukeys für die Nutzung deren Gelände. DANKE im Namen der Jugendgruppe der Feuerwehr Biesenthal sagt

Jugendwartin Sabine Liedel



Vom Baden bis zu Löschübungen LightBlu
Ruhlsdorf (MOZ) 140 junge Feuerwehrleute erleben im Zeltlager des Kreisfeuerwehrverbandes am Ruhlesee noch bis zum Sonntag schöne Tage. Gestern kam der Chef der Brandenburgischen Staatskanzlei Albrecht Gerber zu Besuch, um sich ein Bild von der Nachwuchsförderung zu machen.

Feuer bei brütender Hitze: Bei der Übung im Rahmen des Zeltlagers haben die jungen Feuerwehrleute mit Hilfe des C-Strahlrohres schnell den Flammen den Garaus gemacht 

Auf einem Freigelände im Ruhlsdorfer Feriendorf Dorado am Ruhlesee stehen im Schatten großer Bäume etwa ein Dutzend Großraumzelte, dazwischen Pavillons mit Tischen und Campingstühlen. Dort erleben Mitglieder von Jugendfeuerwehren aus dem Barnim erlebnisreiche Tage. 140 Kinder zwischen acht und 16 Jahren nehmen am Zeltlager des Barnimer Kreisfeuerwehrverbandes teil. Dazu kommen noch 34 Betreuer, die Jugendwarte der Wehren und andere Vertreter der Feuerwehren.
Gestern bekamen die jungen Feuerwehrleute Besuch. Angekündigt hatte sich Albrecht Gerber, der Chef der Brandenburgischen Staatskanzlei. Er hielt nicht mit seiner Sympathie für die Nachwuchsarbeit der Barnimer Feuerwehr hinter dem Berg und betonte gleichzeitig, wie wichtig die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehr ist. Auch wenn nicht jeder aus den Jugendwehren aktives Feuerwehrmitglied werde - das wichtigste sei doch das Wir-Gefühl, sagte der Chef der Staatskanzlei Brandenburg. Wer einmal solchen Teamgeist erlebt habe, der werde ihn, eventuell nach Berufsausbildung und Wohnortwechsel, auch an einem anderem Ort Brandenburgs wieder einbringen.
Im Camp in entspannter Atmosphäre lernen die Jüngeren von den Älteren, wird zusammen Ball gespielt, im See gebadet, Neptunfest gefeiert oder am Lagerfeuer gesessen. Dazu kommen Wettbewerbe wie gestern die Lagerolympiade oder die Abnahme der Prüfungen für die Jugendflamme.
Der elfjährigen Kristin aus Biesenthal gefällt das Zeltlager. Gern würde sie im nächsten Jahr wieder daran teilnehmen. Genauso sahen das ihre Freundinnen. Da kann man ihnen nur die Daumen drücken, dass wieder ein solches Jugendlager veranstaltet wird. Es hat nämlich viele Jahre kein Camp gegeben, das letzte könnte 1998 gewesen sein, erinnern sich einige.
Dafür, dass diese Tradition wiederbelebt wurde, dankte Albrecht Gerber besonders der stellvertretenden Kreisjugendwartin Doreen Gärtner, aber auch allen anderen engagierten Barnimer Feuerwehrleuten. In einer Diskussionsrunde mit den jungen Feuerwehrleuten überreichte er einen symbolischen Scheck der Staatskanzlei in Höhe von 500 Euro. Darüber hinaus haben das Land das Feuerwehrcamp mit 3600 Euro und der Landkreis mit 3300 Euro unterstützt. Unter anderem konnten damit ein großes Festzelt sowie die Musikanlage finanziert werden.
Zuvor hatten die jungen Feuerwehrleute bei zwei Übungen gezeigt, was sie schon können. Sie demonstrierten einen Löschangriff mit dem LF 16, ein Feuerwehrauto, das 1600 Liter Wasser mitführt, und erstickten einen Brand mit einem CO2- und einen ABC-Pulverlöscher.
Quelle: MOZ